Gottesdienst feiern geht auch zu Hause
Gottesdienst feiern geht auch zu Hause
15.05.2020

News aus der JUPA

Hausgottesdienste online selbst gestalten

Tipps und Tricks vom Jugendpastoral für euch

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von Maike C. Kammüller

„Jeder darf mitmachen“, sagt Stefan Kendzorra, Leiter der Diözesanstelle Berufungspastoral. Beten und gemeinsam das Wort Gottes hören, das geht auch von zu Hause aus. Doch viel schöner ist es, wenn das in Gemeinschaft geschieht. Also, wie wäre es, wenn ihr euch mit euren Freunden verabredet und am Sonntag gemeinsam einen Hausgottesdienst gestaltet? Das ist gar nicht so schwer! Die Teamleiter von YOUNG MISSION NOW haben sich zusammengesetzt und einen Leitfaden für online Hausgottesdienste entworfen, nach dem ihr euch richten könnt. Den ausführlichen Leitfaden gibt es hier:

In einem Interview hat uns Pastor Stefan Kendzorra verraten, warum sich das Jugendpastoral diese Mühe gemacht hat. „Das ist einfach wichtig!“, weiß Kendzorra. „Digitale Plattformen bieten eine wunderbare Möglichkeit, sich weiterhin zu treffen.“ Natürlich ist es viel schöner, wenn man sich analog sehen kann, „denn da kommt eine ganz andere Atmosphäre und viel tiefere Gemeinschaft auf. Aber das geht gerade nicht.“ Wir sind alle digital vernetzt. „Also, warum nutzen wir diese Möglichkeit nicht auch zum Gottesdienstfeiern?“ Es gibt viele digitale Angebote im Internet, um Impulse für den Tag zu bekommen oder im Livestream einen Gottesdienst mitzufeiern. Doch selbst einen Gottesdienst zu gestalten, dass ist etwas ganz Besonderes. Mit dem richtigen Input ist das kein Problem. Kendzorra hat gute Erfahrungen damit gemacht: „Ich war überrascht, wie viele tiefe Gespräche ich mit Jugendlichen über die Bibel führen konnte.“ Dafür ist via Video- oder Telefonkonferenz manchmal sogar mehr Zeit, weil man von zu Hause aus ganz unkompliziert diese Gespräche führen kann und es keine Hemmschwellen gibt. „Manchem fällt es schwer, in die Kirche zu gehen oder an einer Jugendgruppe teilzunehmen. Auf digitalem Weg ist es für einige einfacher, eine Frage zu stellen.“

»Jeder darf mitmachen!«

Stefan Kendzorra, Leiter Berufungspastoral
Stefan Kendzorra, Leiter Berufungspastoral

Sich selbst in den Gottesdienst einzubringen, mit Ideen, Gebeten und Fragen, das ist bei einem online Hausgottesdienst möglich. Probiert es aus! Deshalb hier schonmal in Kürze, wie es geht:

Mit Freunden macht es mehr Spaß
Mit Freunden macht es mehr Spaß

So geht´s

Sprecht mit euren Freunden ab, über welche Plattform ihr miteinander den Hausgottesdienst feiern möchtet. Denkt über Gebete und Musik nach, die ihr zusammen sprechen und hören wollt. Bereitet alles passend für den Onlinegottesdienst vor. Bevor ihr einen online Hausgottesdienst abhaltet, sucht ihr euch einen ruhigen Ort, an dem ihr beten könnt.

Und dann kann es losgehen:

1. Begrüßt euch und macht das Kreuzzeichen.
2. Nehmt euch Zeit, in ein „Gottesdienstgefühl“ zu kommen und hört euch ein Lied an.
3. Sprecht ein Gebet.
4. Bevor ihr aus der Bibel lest, singt zusammen ein Lied oder hört euch ein vorbereitetes Lied an.
5. Jetzt liest einer von euch einen Bibeltext und/oder das Evangelium vor. Tipps hierzu bekommt ihr über den Leitfaden oder ihr schaut in das Schott-Messbuch.
6. Danach gönnt ihr euch etwas Ruhe, um den Bibeltext auf euch wirken zu lassen.
7. Nutzt die Möglichkeit, mit euren Freunden über eure Gedanken zum Bibeltext/Evangelium zu sprechen. Da kommt ihr sicher zu einem guten Gespräch. Jede Frage ist erlaubt. So könnt ihr von den Fragen und Ideen der anderen etwas lernen und versteht den Bibeltext hinterher noch besser.
8. Dann könnt ihr die Fürbitten sprechen.
9. Wie im normalen Gottesdienst folgt das Vater Unser.
10. Voilà! Zum Abschluss bittet ihr um den Segen Gottes und wenn ihr mögt, sprecht ihr nochmal ein Gebet oder stimmt ein Lied an.

Gedankenimpulse aus der Bibel
Gedankenimpulse aus der Bibel

Traut euch! Der Ablauf ist fast wie in einem Gottesdienst in der Kirche. Alle die endlich mal „das Sagen“ haben wollten in einer Messe, können sich hier ausprobieren. Denn bei einem online Hausgottesdienst habt ihr die Chance, diesen selbst zu gestalten. Nur Mut! Es macht Spaß gemeinsam mit Freunden, ganz persönliche Fürbitten zu formulieren. Alles was euch bewegt, könnt ihr vor Gott bringen. Das schafft eine enge Beziehung zu Gott und eurer kleinen Gemeinschaft.

Und falls einmal kein Freund Zeit haben sollte, könnt ihr diesen Gottesdienst natürlich für euch allein feiern. Das Einzige was ihr braucht, ist Ruhe. Und wenn ihr fürchtet, dass es genau daran fehlen könnte, dann probiert folgendes: Setzt euch hin, schließt die Augen, atmet tief ein und aus und erzählt Gott von dem, was euch gerade bewegt. Dann kommen Ruhe und Kraft fast ganz von allein.

Für alle weiteren Fragen schaut euch mal auf der Homepage des Berufungspastoral um:
www.berufungspastoral-paderborn.de