Ein stimmungsvolles Bild bot die Vigilfeier beim 14. YOUNG MISSION-Weekend.
07.04.2019

YOUNG MISSION

#holy hero

Das 14. YOUNG MISSION Weekend im Jugendhaus Hardehausen stand unter dem Motto #holy hero. Über 250 junge Christen feierten ihren Glauben.

von Till Kupitz (Text) und Dirk Lankowski (Fotos)

Was ist für dich das größte Ziel im Leben? Vielleicht ein glückliches und sorgenfreies Leben haben, eine tiefe Beziehung zu Gott, mit der Familie in Kontakt bleiben - oder auch einfach erstmal einen guten Schulabschluss machen? Das alles sind Antworten der Teilnehmer des 14. YOUNG MISSION Weekend. Über 250 Jugendliche und junge Erwachsene sind angemeldet, sie sitzen an diesem Samstagnachmittag bei bestem Wetter auf der großen Wiese am Jugendhaus Hardehausen. In Liegestühlen werden bunte Cocktails geschlürft, an der Ecke leckere Wraps gegessen. Zu Musik von Mark Forster finden sich neue und alte Gesichter zusammen, alle tanzen und lachen gemeinsam. Zur perfekten Beachparty fehlt eigentlich nur noch ein Sandstrand.

Teilnehmer genießen die Sonne und essen Wraps.

An diesem Wochenende dreht sich alles um Vorbilder und Helden: um #Holy_Heros, wie das Motto lautet. "Held sein bedeutet Vertrauen und Mut haben", erklärt Diözesanjugendpfarrer Stephan Schröder bei der Begrüßung. Auch wenn die Herausforderungen noch so groß seien oder es manchmal an Kraft oder Glaube fehlen möge: "Wenn wir Helden sein und das Evangelium in der Welt verkünden wollen, müssen wir bei uns anfangen. Jesus sagt: 'Hab Vertrauen. Ich bin da, ich halte dich.' Deshalb kann jeder von uns ein Held sein."

Stefan Kendzorra spricht in der Katechese über Helden und Heilige.
Stefan Kendzorra spricht in der Katechese über Helden und Heilige.

Als die Sonne langsam zu sinken beginnt, machen sich alle Teilnehmer auf in die Jugendkirche. Auf dem Weg zu ihren Plätzen begegnen ihnen Bilder von Mutter Teresa oder Franz von Assisi. Sie sind heilig gesprochen - und damit auch gleichzeitig Helden?

In seiner Katechese erklärt Vikar Stefan Kendzorra, was Heilige und Helden ausmacht. Früher seien Märtyrer Helden für die Menschen gewesen, im Mittelalter waren es Ritter und Adlige. Und heute? Für mindestens 155 Menschen ist es Pilot Chesley Sullenberger, der ihnen 2009 mit einer Notlandung auf dem Hudson River in New York das Leben rettete. Auch Klimaaktivistin Greta Thunberg ist mittlerweile eine Heldin für junge Menschen, denn sie setzt sich für die Schöpfung der Erde und damit für die Zukunft ein.

Jeder hat seine Alltagshelden

In diesen Momenten denken auch die YOUNG MISSION Teilnehmer darüber nach, wer ihr Held ist. Sind sie selbst am Ende auch ein Held?

"Heilige und Helden sind nicht perfekt. Jeder hat seine Schwächen oder Schwierigkeiten", sagt Stefen Kendzorra den jungen Menschen mutvoll. "Wenn wir zum Beispiel alten oder kranken Menschen helfen, dann können wir auch in unserem Alltag heilig werden."

Wir sind alle Holy Heros.

Für Miriam aus Paderborn sind Alltagshelden eben jene Personen, die ihr Bestmögliches für das Wohl anderer geben: "Ich denke da an Pfleger, die im Altenheim oder im Krankenhäusern arbeiten, Erzieher im Kindergarten. Sie tragen einen guten Teil zur Gesellschaft bei und begegnen anderen wertfrei und auf Augenhöhe."

Aber auch Freunde und Familie können im Alltag heldenhaft sein - bei Fabian ist es seine Großmutter: "Egal welche körperlichen Schwächen sie hat: Sie versucht mir immer Mut zuzusprechen und Gutes zu tun."

Anschließend steht für viele Teilnehmer ein echtes Highlight des Wochenendes an: die Vigilfeier. Sie solle alle daran erinnern, dass Gott eine Mission hat, beschreibt Stephan Schröder: "Dass wir die neuen Helden sind und das Evangelium wie ein Licht in die Welt hinaustragen." Von der Band werden Worship-Lieder angestimmt, jeder singt laut mit. Momente wie diese zeigen, wie stark die junge Gemeinschaft ist und sein kann. Dass sie nicht allein, sondern viele sind.

Das Licht wird weitergegeben, bis jeder seine Kerze entzündet hat. Draußen geht die Sonne unter und es wird kälter, während hier ein warmes Lichtermeer entsteht. Je dunkler es wird, desto beeindruckender wirkt die Atmosphäre in der Kirche. Dann folgen Momente der Stille. Die Teilnehmer gehen in sich. Leise sein, auch das ist Teil von YOUNG MISSION. Es geht aber auch laut, wie die Party zum Abschluss des Tages zeigt. Zur Musik des DJ feiern die Jugendlichen, andere sitzen in der Lounge oder draußen am Lagerfeuer und lassen den Tag ausklingen.

Die Vigilfeier ist das Highlight vieler Teilnehmer.

Den Glauben leben und weitergeben

»Wir sind alle Helden für unseren Glauben.«

Charleen (18) aus Dortmund
Teilnehmerin beim YOUNG MISSION Weekend

Nach Frühschwimmen und gemeinsamem Frühstück am nächsten Morgen erzählt Glaubenszeugin Jovana Wortmann von ihrer Arbeit. Sie betreut minderjährige, unbegleitete Flüchtlinge in einer WG in Herford. "Dadurch sehe ich vieles nicht mehr als so selbstverständlich an. Man muss sich öfters damit zufrieden geben, was man hat und gewisse Dinge einfach mehr wertschätzen."

In ihrem Alltag wird sie zwar auch mit negativen Erlebnissen konfrontiert, doch die positiven überwiegen klar. Für Jovana sind auch die Jugendlichen, die zu ihr kommen, Helden. Sich selbst würde sie aber nicht so bezeichnen: "Ich versuche, ein Vorbild zu sein und die Kinder in vernünftige Bahnen zu lenken. Mein Ziel ist es, dass sie sich dann ein Beispiel daran nehmen."

In Kleingruppen draußen in der Sonne diskutieren die YOUNG MISSION Teilnehmer lebhaft darüber, was für sie einen Helden ausmacht: "Wir selbst würden uns sicher nicht als Helden bezeichnen. Sowas wird eher von außen so gesehen", sagt Rebecca. Für andere Teilnehmer ist 'Held' ohnehin ein großes Wort. Vorbild könne man schneller werden. Teilnehmerin Charleen findet aber, dass "wir alle Helden sind, weil wir unseren Glauben leben, ihn weitergeben und andere Menschen so begeistern. Wir sind Helden für unseren Glauben." 

Passion, Mission, Leidenschaft

Den Abschluss des Wochenendes bildet der feierliche Gottesdienst, zu dessen Anfang Diözesanjugendpfarrer Stephan Schröder an die über 250 Helden in der Kirche appelliert: "Wir brauchen euch junge Leute, die zeigen, dass Jesus in ihnen wohnt."

Alle lauschen gebannt dem Lied "Helden gesucht" von Thomas Godoj. Im Video dazu werden Feuerwehrmänner, Krankenpfleger oder Sozialarbeiter gezeigt, allesamt Helden in ihrem Lebensbereich. Auch der Text zeigt, worum es an diesem Wochenende hier im Jugendhaus Hardehausen geht, wofür die junge Gemeinschaft steht:

Denn es werden wieder Helden gesucht,
die unterm Feuer was vertragen.
Unaufhaltsam, nie zu stolz, sich zu verliern'.
Denn es werden wieder Helden gesucht,
die erst gar nicht danach fragen.
Fragen wofür, fragen weswegen, fragen für wen.

»Genau darum geht es: Helden aus Überzeugung, die sich für eine gute Sache einsetzen: Polizisten, Sozialarbeiter oder für die Kirche, für Jesus Christus. Menschen, die selbstlos zeigen: Ich stehe für eine gute Sache ein.«

Stephan Schröder
Diözesanjugendpfarrer

An diesem YOUNG MISSION Weekend zeigt sich, dass viele junge Menschen dieses Gefühl in sich tragen und die neuen Helden des Lebens sind. Bei den abschließenden Liedern feiern sie nochmals lautstark ihren Glauben, singen und klatschen die Lieder lebhaft mit. Helden gesucht - und gefunden.

Das nächste YOUNG MISSION Weekend findet statt am 21. und 22. September im Jugendhaus Hardehausen. Dann feiern wir das fünfjährige Jubiläum der YOUNG MISSION-Bewegung. Es steht unter dem Motto :

Just do it! "Geht hinaus in die Welt und verkündet das Evangelium"

Anlässlich des Jubiläums erleben wir am Samstagabend eine Vigilfeier mit Erzbischof Hans-Josef Becker.

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